Ein klares Bekenntnis der FDP Rödermark zu unseren Einsatzkräften

Für Blogartikel sind die jeweils benannten Autoren allein verantwortlich.
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Die Polizei, dein Freund und Helfer!? –
Oder doch alles für den Müll?

Ein klares Bekenntnis der FDP Rödermark zu unseren Einsatzkräften
– Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst!
Ein Blog von Nicole Rauschenberger

Schon eine ganze Weile gibt es immer wieder Berichte über Angriffe auf Rettungskräfte:

  • München 2019: Radfahrer greift Sanitäterin an, die zu einem bewusstlosen Baby gerufen wurde, weil er sich durch den parkenden Rettungswagen gestört fühlte
  • Mainz, Dezember 2019: Sanitäter wird durch Schuss aus einer Luftdruckpistole verletzt
  • Nürnberg, Dezember 2019: Weil ein junger Mann nicht in den Rettungswagen durfte, während seine Freundin behandelt wurde, zerstörte er mit Steinen das Fahrzeug und verletzte eine behandelnde Sanitäterin

Insgesamt gab es 2019 über 700 hundert Fälle von (angezeigten) Übergriffen auf Rettungskräfte. Die meisten Taten werden jedoch, gerade im Bereich der Feuerwehr und der Sanitäter, nicht zur Anzeige gebracht, so dass die Dunkelziffer weitaus höher ist.

Doch im Jahr 2020 ist die Gewalt gegen Einsatzkräfte, zumindestens gefühlt, noch deutlich mehr geworden und die Hemmschwelle, diese anzugreifen, anscheinend deutlich niedriger:

  • 18.06.2020 Köln: Bei einer Verkehrskontrolle schlägt der Beifahrer einen der Polizisten nieder und es versammeln sich 150 Unbeteiligte um die beiden Polizisten und greifen diese an
  • 21.06.2020 Stuttgart: Erhebliche Angriffe auf Polizeibeamte, Streifenwagen und Ladengeschäfte in der Innenstadt; Streifenwagen wurden mit Stangen zerstört und Polizisten mit Steinen beworfen. Mehr als ein Dutzend Polizisten sind verletzt

Gut, jetzt kann man sich fragen: Warum interessiert das alles die FDP Rödermark? Ist doch alles weit weg. Was geht uns das an, wird sich der ein oder andere denken.

Ganz einfach: Wir alle leben in einem freiheitlich demokratischen Land. Wir als FDP haben die Freiheit bereits in unserem Namen und vertreten sie. Doch Freiheit bedeuten nicht Grenzenlosigkeit.

„Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des anderen beginnt“.

Wir können nur gemeinsam in unserer Gesellschaft leben,
wenn wir die Regeln des Zusammenlebens beachten.

Und diese Regeln des Zusammenlebens werden immer mehr und immer stärker verletzt.
 
Eine Sanitäterin will ein Baby retten und wird angegriffen, weil ein Radfahrer sich in seiner freien Fahrt durch das parkende Einsatzfahrzeug gehindert fühlt!? Sagt uns da nicht allen schon der „gesunde Menschenverstand“, dass das nicht sein kann? Das Leben eines Kindes steht auf dem Spiel – gegen einmal um den Rettungswagen herumfahren müssen. Das muss man sicher nicht vertiefen.
 
Und auch für die, die sagen: „Ja, ja aber alles weit weg – Köln, da kommt so was schon mal vor, oder Stuttgart – was geht uns das an?“:
 
Viel, denn wir müssen nur in unsere Nachbargemeine Dietzenbach schauen: Am 29.05.2020 wurden dort Polizei und Feuerwehr in eine Falle gelockt und massiv angegriffen!
 
Sie lesen richtig: In eine Falle gelockt und massiv angegriffen.
 
Das Motiv ist bislang noch nicht klar: War es Rache für einen Polizeieinsatz oder „einfach“ Langeweile durch den Corona-Lockdown.
 
Fakt ist aber: Es war ein gezielter Angriff.
 
Und dann gibt es noch die Angriffe der „besonderen“ Art: nicht nur Beleidigungen, sondern auch Artikel, wie vor einigen Tagen in der taz (auf einen Link verzichten wir, um dem Artikel nicht noch zu mehr Lesern zu verhelfen), in denen Polizisten als „Müll“ bezeichnet werden. Ein einfach nur widerlicher Artikel, der nicht mal als Satire taugt.
 
Wir alle wollen unsere Freiheit leben, wir wollen uns und unsere Lieben geschützt wissen und auch unser Eigentum. Wenn es um uns geht, wollen wir natürlich, dass der Rettungswagen so schnell wie möglich kommt und wo der parkt – egal, denn es kann um Leben und Tod gehen!
 
Wenn es brennt, so hoffen wir, die Feuerwehr ist schnell genug da, dass alle gesund bleiben und wir weiterhin ein Dach über dem Kopf haben!
 
Wenn andere in unserer Straße mit hoher Geschwindigkeit vorbei rauschen, wünschen wir uns die Polizei mit einer Kontrolle herbei, damit uns und unseren Kindern nichts geschieht!
 
Wir hoffen, dass Drogen und Drogenkriminalität bekämpft werden, damit Kinder und Jugendliche nicht in Gefahr kommen und auch wir selbst vor Überfällen geschützt sind!
 
Und doch, gleichzeitig sehen viele weg, wenn es um Gewalt gegen die Retter geht. Gewalt, gegen diejenigen, die uns helfen und beschützen. Gewalt gegen diejenigen, die auch „nur“ Menschen sind, die auch Familien haben, die auch „nur“ ihren Beruf machen. Diejenigen, die für uns ihr Leben riskieren, in dem sie in ein brennendes Haus gehen, um Menschen daraus zu retten, diejenigen die jeden Tag den Kampf gegen Verbrecher aufnehmen.
 
Wir wollen nicht wegsehen – egal an welchem Ort solche Dinge passieren.
 
Wir wollen, dass unsere Rettungskräfte geschützt werden!
 
Sie sind Menschen, die ihren Job machen, wie die Verkäuferin beim Discounter und der Arbeiter bei Opel. Und sie alle wollen gesund wieder zu ihren Familien.
 
Wir wollen, dass es auch morgen noch Menschen gibt, die bereit sind, als Polizisten, Sanitäter oder Feuerwehrmänner für unsere Sicherheit zu sorgen und unser Leben zu retten.
 
Daher fordern wir: keinerlei Toleranz gegenüber Beleidigungen und Angriffen auf unsere Einsatzkräfte! Wir stehen hinter euch!

Nicole Rauschenberger
22. Juni 2020
 
Meinungen / Blog.
Für den Inhalt der einzelnen Blogartikel sind die jeweils benannten Autoren allein verantwortlich. Die Inhalte der Artikel spiegeln nicht, bzw. nicht zwangsläufig die Meinung der FDP-Rödermark (Partei und Fraktion) wider.

One Reply to “Ein klares Bekenntnis der FDP Rödermark zu unseren Einsatzkräften”

  1. Leider geht der Respekt gegenüber der Polizei verloren weil sich rechtsextreme Strukturen unter anderem, gar nicht soweit, nämlich in Hessen, häufen und mittlerweile keine Einzelfälle mehr sind.

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