Sicherheitsinitiative. Was hat sich in Rödermark konkret getan?

KOMPASS
KOMPASS

FDP Fraktion fragt nach: Was hat sich in Rödermark betreffend die
Sicherheitsinitiative „KOMPASS“ bisher konkret getan?

Seit März 2019 nimmt die Stadt Rödermark an der Sicherheitsinitiative „KOMPASS“ des Landes Hessen Teil1¹. Die FDP-Fraktion Rödermark hatte dazu bereits im August 2018 einen entsprechenden Antrag gestellt. „KOMPASS“ (KOMMunal ProgrAmmSicherheitsSiegel) ist ein Angebot des Hessischen Innenministeriums an die hessischen Städte und Gemeinden.
Ziel dieses Programms ist es, die Sicherheitsarchitektur in den Kommunen individuell weiterzuentwickeln². Dazu heißt es in den öffentlichen Meldungen weiter:
„In Rödermark werden künftig passgenaue Lösungen für die Sicherheit vor Ort gemeinsam angepackt. Dabei werden auch die Bürgerinnen und Bürger zu Wort kommen und die Möglichkeit haben, ihre Sicherheitsbedürfnisse in lokale Maßnahmen einfließen zu lassen […]
Mit zielgerichteten Präventionsmaßnahmen wollen wir auch das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger weiter stärken und spezifische Lösungen für etwaige Probleme vor Ort schaffen. In Rödermark werden alle relevanten Sicherheitspartner an einen Tisch geholt, um gemeinsam für mehr Sicherheit zu sorgen. Dies wird für ein weiteres Sicherheitsplus vor Ort sorgen“, sagte Innenminister Beuth. Minister Beuth stellte der Stadt neben einem Schutzmann vor Ort auch Landeszuschüsse für weitere Videokameras in Aussicht, falls diese als erforderlich angesehen würden. Die weiteren Kompass-Schritte – Analyse der Situation, Einbindung der Bürger, Sicherheitskonferenzen, Erarbeitung eines Sicherheitsprogramms – müssten zeigen, „welche Maßnahmen in Rödermark erforderlich sind“.

„Vor diesem Hintergrund“, erläutert FDP Fraktionsvorsitzender Tobias Kruger, „hat die FDP Fraktion den Magistrat gefragt, was seit dem sehr pressewirksamen Beitritt der Stadt (in Anwesenheit des Hessischen Innenministers) im März 2019 nun konkret in Sachen der Sicherheitsinitiative „KOMPASS“ in Rödermark passiert ist?“. Stichworte: „Sicherheitsprogramm“, „Sicherheitsrundgänge“, „Sicherheitskonferenz“ (wann? mit wem?), „Schutzmann vor Ort“ – was wurde dazu praktisch unternommen bzw. getan?“

„Die FDP Fraktion hegt“, so Tobias Kruger abschließend, „den Verdacht, dass seit dem großspurigen, medialen Beitritt der Stadt Rödermark zum „KOMPASS“-Programm der Hessischen Landesregierung vor über einem halben Jahr bezüglich dieser Sicherheitsinitiative des Landes in Rödermark nur sehr wenig praktisches passiert ist oder diesbezüglich unternommen wurde“.

¹Quelle: roedermark.de. Rödermark ist neue Kompass-Kommune
²Quelle: innen.hessen.de

Zu Ihrer Sicherheit. FDP unterstützt Frühwarnsystem

FDP unterstützt Frühwarnsystem in Internet

Quelle: Polizeiliche Kriminalprävention
Quelle: Polizeiliche Kriminalprävention

Seit 2002 war Rödermark an dem telefonischen Frühwarnsystem „Ringmaster“ angeschlossen. Per Telefonansage oder SMS sollten die Bürger so vor Gefahren wie Trickbetrügern, Diebstahlserien oder auch Gefahren im Straßenverkehr frühzeitig gewarnt werden. Was von der Idee her ein echter Zugewinn an Sicherheit für die Bürger sein sollte, entpuppte sich nach einiger Zeit aber mehr und mehr als Flop, da die eingestellten Meldungen zahlenmäßig sehr begrenzt, nicht sehr aktuell und z.T. eher banal („nasses Laub führt zur Rutschgefahr auf den Straßen“) waren. Das Potenzial des Systems wurde nicht ausgeschöpft, die Möglichkeiten zur Verbrechensbekämpfung und -aufklärung wurden nicht ausgenutzt. Folgerichtig wurde Ringmaster nach dem Aussteigen mehrerer Kommunen vor 2 Jahren endgültig eingestellt. Die Grundidee aber war gut und ist es weiterhin. Man müsste sie nur besser umsetzen, dachte sich 2012 eine private Initiative und brachte die Webseite www.fruehwarn.de an den Start, ein Bürger-Frühwarnsystem für Rödermark, das über E-Mails funktioniert. Mit ihrer E-Mail registrierte User werden regelmäßig zeitnah Verbrechen und Betrügereien in Rödermark informiert, haben aber auch selbst die Möglichkeit, Einbrüche, Diebstähle, Betrügereien, Vandalismus oder Ähnliches zu melden. Die meisten Einträge bestehen zurzeit allerdings noch aus Meldungen aus dem Presseportal der Polizei.

Um diese wichtige Plattform und gute Idee für die Sicherheit der Bürger bekannter zu machen, hat sich die FDP Rödermark entschlossen, die Webseite als Sponsor zu unterstützen. „Ringmaster war generell ein richtiger Ansatz“, so der Vorsitzende des FDP Ortsverbandes Rödermark Tobias Kruger. „Man müsste jedoch die neuen Medien viel mehr zur Verbrechensbekämpfung und zur Prävention nutzen, als dies heute geschieht. Die technisch denkbaren Möglichkeiten sind beinahe grenzenlos. Die Webseite www.fruehwarn.de ist ein sehr löblicher und guter Ansatz in diese Richtung und kann für ein deutliches Plus an Sicherheit in Rödermark sorgen.“ (rw)
 
 
Hier geht es zu dem Frühwarnsystem.